7. Juli 2022: Tag 20 – Abschied vom Meer

7. Juli 2022: Tag 20 – Abschied vom Meer

Von Lido di Jesolo nach San Giorgio di Nogaro (80 km)

Auch der schönste Strandurlaub hat ein Ende, wenn die Reise weitergehen soll. Und so habe ich mich heute nach dem Frühstück – so viel zur bereits besprochenen Diät – von der wunderbaren Familie Polesello, die seit 1955 das Hotel Universo hier in Jesolo führt, verabschiedet, nicht ohne fix zu versprechen, dass ich nächstes Jahr wiederkomme.

Verabschiedung im Hotel in Jesolo
Route Jesolo San Giorgio

Die Principessa wurde beladen und wir brachen auf in Richtung San Giorgio di Nogaro. Die Fahrt ist nicht lange. Anfänglich fahren wir noch kurz entlang des Meeres, um dann vor Caorle ins Landesinnere abzubiegen und parallel immer Richtung Trieste noch ein Stück durchs Veneto und dann durch Friaul-Julisch-Venetien geführt zu werden.

Die Vorfreude Annelies und Robert wieder zu treffen, beflügelte mich und so war es um die Mittagszeit, als wir ankamen. Wenn ich bei meinen Berichten von „wir“ spreche sind immer La Principessa II und ich gemeint.

Annelies und Robert haben sich hier ein fassungslos schönes Hideaway geschaffen und ihre Gastfreundschaft ist legendär, weshalb man hier nicht nur interessante Menschen trifft, sondern immer lukullisch verwöhnt wird und viel Spaß hat.

San Giorgio di Nogaro ist es wert erwähnt zu werden. Eine Gemeinde mit etwa 7.000 Einwohnern in der Region Friaul- Julisch Venetien. Das Gebiet gehörte ursprünglich zur Stadt Aquileia und hier begann die Römerstraße Annia, die Padua mit Aquileia verband. Interessant, dass San Giorgio 1521 beim Reichstag zu Worms zusammen mit anderen friaulischen Dörfern nach Österreich verkauft wurde.

Friaul – Julisch Venetien hat eine einzigartige Atmosphäre, die der Vermischung von Einflüssen im Laufe der Jahrhunderte zu verdanken sind. Lateinische Elemente des alten Römischen Reiches vermischen sich mit denen der Langobarden, Venezianer, Österreicher und Slawen. In nur wenigen Kilometern gelangt man von römischen Aquileia ins langobardische Cividale del Friuli, oder von den venezianischen Einflüssen in Udine zu den habsburgischen in Triest.

Auf der Strecke von Jesolo nach San Giorgio
Auf der Strecke von Jesolo nach San Giorgio

Viel zu oft vergessen wir in unserem kontinuierlichen Streben nach „weiter, höher, schneller“ die Schönheiten vor unserer Türe zu betrachten.

Und so hielt ich die Augen offen und und kehrte, bevor ich zu meinen Freunden fuhr, bei Ernesto und Agata ein. Die beiden kennt ihr aus einem meiner ersten Blogs, als ich ebenfalls hier übernachten konnte und es ein großes Nachbarschaftsfest gegeben hat. Ich hatte damals versprochen bei ihnen vorbeizuschauen, wenn ich wieder komme. Mit großem Hallo wurde meine Ankunft gefeiert und kaum begrüßt, saß ich schon beim Mittagstisch. „Mangia Andrea, mangia!“ Das werden quälende Diätwochen ab 19.7. ☹!

Gemuetlich auf der Terrasse von Agata und Ernesto
Spaghetti bei Agata und Ernesto

Plötzlich stehen auch Annelies und Robert im Hof und die Begrüßung ist herzlich und man geht nicht auseinander ohne die Gegeneinladung für den Abend in der Casa „Annalisa e Roberto“ auszusprechen.

Agata brachte dann eine unvorstellbar große Pfanne gefüllt mit Trofie con Pesto und – ihr vermutet richtig – es wurde ein langer Abend, wie es in einem kleinen friulanischen Dorf halt so üblich ist.

Angekommen am Pool in San Giorgio
Trofie con Pesto bei Annelies und Robert

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