Es sind nur mehr 3 Wochen bis zur Abfahrt

Es sind nur mehr 3 Wochen bis zur Abfahrt

Den technische Check hat La Principessa II bestanden, die körperliche Eignung der Fahrerin läßt noch zu wünschen über…

Blauer Himmel, frühsommerliches Wetter, eigentlich wäre an diesem verlängerten Wochenende zu Christi Himmelfahrt Terrassenchillen angesagt, oder Freunde zum Grillen einladen, oder eine Runde mit der Principessa II drehen, aber einerseits gibt es 3 Wochen! vor der Abfahrt noch so viel zu tun – ich bleibe meinen Eigenschaften treu und schiebe alles bis zum letzten Moment (eine eher unangenehme Eigenschaft) – und andererseits hat das Schicksal in den letzten beiden Wochen gleich dreifach zugeschlagen und ich hoffe, nein, ich weiß, dass ich alles bis zum 18.6.2022 hinbekomme.

Vor 2 Wochen habe ich die niederschmetternde Diagnose „Krebs“ bei meiner geliebten Münsterländer Hündin Ambra (La Principessa I – jetzt wisst ihr warum meine Vespa La Principessa II heisst) erhalten und völlig durcheinander mit tausend Gedanken im Kopf bin ich über die Leine gestolpert, wie ein gefällter Baum gestürzt und habe mir das Außenknöchelband eingerissen. Gestern habe ich mich als Draufgabe an der rechten Hand verletzt und jetzt reicht es wirklich mit den Schicksalsschlägen, die mir das Universum da so hereinspielt. Nach Aussage der Ärzte wird sowohl der li Knöchel, als auch die re Hand bis in 3 Wochen wieder in Ordnung sein.

Ambra wurde in der Zwischenzeit operiert, ist guter Dinge und wir hoffen, dass sie noch das eine, oder andere Jahr hat, wo sie ihren Lieblingsbeschäftigungen jagen, Ball spielen, schwimmen und fressen nachgehen kann.

Jetzt aber zur Principessa II! Ich habe euch ja schon aufgelistet, was bis jetzt so alles verändert wurde und mein Dank für diese erste Umbauaktion (Auspuff, Variomatic, Stoßdämpfer von Malossi, 13″ Felgen, Heidenau K58 Reifen, Griffheizung) gilt an dieser Stelle Richard Reznicek von Revali Racing, der ihr diesen ersten Schliff gegeben hat. Christopher-Patrick Bundschuh hat sich danach ins Zeug gelegt und eine Monosportsitzbank vom Feinsten gezaubert.

Ja und dann trat Reinhard Prasch vom Prasch KFZ Meisterbetrieb in mein Vespista Leben und es war gut so. Man kennt Reinhard nicht nur als einen leidenschaftlichen Mechniker mit einer besonderen Vorliebe für Vespas, sondern er ist auch Mitorganisator des Schwechater Vespatreffens (heuer am 20.8.2022 im Rudolf Tonn Stadion in Schwechat), organisiert „Zangler-Kurse (ich war dabei :-)), dreht Videos (La Principessa II war dabei :-)) und ist einfach umtriebig in der Szene.

Reinhard hat es übernommen die Principessa auf Herz und Nieren zu überprüfen, um einmal die Grundregel zu erfüllen, dass bei einer so langen Strecke alles einwandfrei funktionieren muss. Aber er hat mir auch wertvolle Tipps gegeben, was klug wäre einzubauen bzw. anzuschrauben. Da wäre einmal das Windschild, nicht zu niedrig (bringt nix) und nicht zu hoch (schaut entsetzlich aus), aber auch wenn ich es nicht besonders hübsch finde (nach meiner Rückkehr kommt es weg!!!!) stellt es eine gute Barriere gegen Mücken, Steinchen, aber auch Regen dar und ich werde mich an die Optik gewöhnen.

Das beste Ding, das ich jemals in meine Vespa eingebaut bekommen habe und das wirklich Sinn macht ist … die Ölwanne von Büchsenfuchs. Vorbei mit dem Herumgefummle und der dauernden Angst den Messstab abzubrechen. Bei den HPE Modellen wurde da wirklich eine Barriere aufgebaut, die mir völlig unverständlich ist. Ganz nach dem Motto formschön und zweckfremd. Jetzt reicht ein Blick und der Ölstand ist gecheckt. Gerade in der Bergwelt der französisch – schweizerischen Alpen macht das wirklich Sinn. An dieser Stelle auch ein großes DANKE an die Squadra Nera, die mir 250ml Ölflaschen mitgegeben haben. Das macht Sinn und ist bei Weitem besser zu verstauen. Apropos verstauen – ich wollte ja ursprünglich nur mit der T-Bag von Sea ‚N‘ Sand (28l) und dem Ablagefach unter der Sitzbank auskommen, habe mich dann aber doch entschieden einen zusätzlichen Gepäckträger hinten montieren zu lassen und eine Moto Nostra Classic Koffertasche (35l) zu erstehen. Das macht auch deshalb Sinn, weil ich mich entschieden habe einen Vollvisierhelm für die langen Strecken zu nehmen und meinen Original Vespa Helm mitzunehmen. Wer will schon die Croisette (Prunk- und Flanierstrasse in Cannes) mit einem Vollvisierhelm entlang rollern :-). Auch Gina Halbauer (Die Schrankflüsterin) wird sich freuen, wenn sie 40l Fassungsraum zum Packen vorfindet. Ich bin ja schon sehr gespannt am Samstag den 4.6. werde ich von Gina in die Geheimnisse des richtigen Packens eingeweiht und wir werden dann sehen, was so alles mitgehen darf auf die Reise und was zu Hause bleiben muss.

Die nächsten Tage geht es also in erster Linie darum meine diversen Verletzungen adäquat auszukurieren und mich mit der GoPro zu beschäftigen, um euch dann die entsprechende Qualität der Bilder und Videos zu garantieren. Außerdem werde ich noch einmal die gesamte Strecke durchgehen und visualisieren, damit ich im Falle eines technischen Ausfalls trotzdem weiter komme.

Meine Vorfreude steigt und verdrängt das etwas mulmige Gefühl im Magen und das ist gut so!

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen …“ Matthias Claudius

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