Wenn aus dem Glück des Reisens erst einmal wieder das Glück zu reisen wird

Wenn aus dem Glück des Reisens erst einmal wieder das Glück zu reisen wird

Mein erster Blogbeitrag und zugleich der Beginn euch in mein Leben als leidenschaftliche Vespista einzubinden. Ich möchte euch ein wenig an meiner unbändigen Freude, den Glücksmomenten, aber auch der Nervosität und vielleicht auch manchmal der Unsicherheit, oder dem Ärger teilhaben lassen, den man verspürt, wenn man sich auf diese zwei Räder schwingt und alles, was auf einen zukommt, zulässt. Ihr werdet mit mir über Themen philosophieren können, die sich während meiner Reise auftun, meine Fotos und Videos betrachten und ich werde versuchen mit der Kraft der Worte die jeweiligen Stimmungen zu beschreiben.

Ich bin eine Vagabundin und das Reisen ist für mich mehr, als einfach nur an einem Strand in einem anderen Land zu liegen. Ich möchte Länder entdecken und be-„greifen“. Ich möchte sie riechen, schmecken und visualisieren und ich möchte die Menschen, die diese Länder ihre Heimat nennen kennenlernen. Wie sie leben, wie sie denken, wie sie genieße, worunter sie leiden.

Die Pandemie hat uns gezeigt das Reisen wieder als das Privileg anzusehen, das es ist. Abseits von Erholung, Zerstreuung und aufregenden Erlebnissen: eine Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern und sich wirklich mit der Welt in Verbindung zu setzen. Wenn aus dem Glück des Reisens erst einmal wieder das Glück zu reisen wird, dann werden wir erkennen, was es uns wirklich bedeutet – und warum wir es überhaupt tun. Die ewige Sehnsucht nach dem Tun, nicht nach dem Getan-Haben.

Und so bin ich während dieser Pandemie ins kalte Wasser gesprungen und habe eine Reise für mich und meine Principessa II geplant, die uns durch bekannte und unbekannte Gegenden führen wird. Wir werden klingende Namen von Städten und völlig unbeachtete Landstriche erkunden, ich werde meine Gaumennerven verwöhnen und meine müden Knochen in unterschiedlichste Unterkünfte betten. Wir sind auf das Wetter und auf unsere Kondition angewiesen und das macht es so aufregend.

Damit ihr aber auch jetzt schon knapp 7 Wochen vor dem Start am 18.6.2022 mitbekommt, was es so alles zu bedenken und vorzubereiten gibt, nehme ich euch mit in die Phase der Vorbereitung.

Wie der Plan entstanden ist, habt ihr schon auf der Startseite gelesen und die Erweiterung der Reiseroute hat viel mit Orten und Landstrichen zu tun, an denen ich als Kind, Jugendliche und junge Frau gewesen bin und die Bilder in meinem Kopf projizierten, die ich aus einer heute anderen Perspektive überprüfen möchte. Wenn ihr wollt – eine Reise in die Vergangenheit, um besser in der Gegenwart zu leben.

Und da saß ich dann vor ungefähr 1 Jahr vor der Landkarte und habe mit meiner Lieblingsapp für Zweiräder „calimoto“ Etappe für Etappe eingegeben, die landschaftlich schönsten Strecken gesucht und immer darauf geachtet die Länge der Etappen fahrbar zu halten. Es war mir auch wichtig dafür zu sorgen, dass es immer wieder einmal 2 oder auch 3 Nächte an einem Ort gibt, um die Gegend zu erkunden, auszuspannen, oder einfach auch weil man einmal Wäsche waschen muss.

Reiseroute Sommer 2022

Apropos Übernachtung, da hat mir booking.com gute Dienste geleistet und ich habe sämtliche Unterkünfte im Voraus reserviert. Da ich mich zwar IT interessiert zeige, aber kein digital native bin, ist es für mich noch immer so ein kleiner Kick, ob diese Reservierungen trotz Buchungsnummern und Angaben von Kreditkartendaten wirklich halten.

Und da war ich dann – völlig perplex ob meines eigenen Mutes, ausgestattet mit einer Reiseroute einigen Anmerkungen „was unbedingt zu besuchen ist“, etlichen Hotelreservierungen und habe mich gefragt, was denn jetzt als Nächstes zu tun wäre.

Das Wichtigste ist, dass meine Principessa II in bester Verfassung ist und ich auch in der Lage bin überall technische Unterstützung zu bekommen, wenn ich sie benötige. Also wurde sie einmal als Zusatzfahrzeug zu meiner ÖAMTC Mitgliedschaft gemeldet (so ein Schutzbrief kann sich schon bezahlt machen) – auch wenn ich fest daran glaube, dass es niemals regnet, wenn man den Regenschirm mit sich trägt.

Der nächste Schritt für mich war, dass ich auf einer Seite der Vespa Community ein Angebot einer Wiener KFZ Werkstätte, die sich offensichtlich auch auf Vespa spezialisiert hat, gefunden habe, die einen „Zangler“ Kurs anbot. Das war es … ich habe mich eigentlich schon mit öligen Fingern irgendwo in den Schweizer Alpen im Motor meiner Vespa schrauben gesehen. Nein, soweit wollen wir es ja nicht kommen lassen, wie Reinhard Prasch, der Besitzer von Prasch Kfz Meisterbetrieb, lächelnd gesagt hat. Ja, der Reinhard Prasch, der auch Schwechater Vespa im Rudolf Tonn Stadion mitorganisiert. Heuer findet das come together am 20.8.2022 statt. Der gemeinsame Tag mit interessierten Vespisti und Reinhard war spannend, aber ich kann auch nach dem Kurs keine Vespa auseinandernehmen und wieder zusammenschrauben.  Man verliert einfach vor manchen Dingen die Angst und vor allem bekommt man viele gute Tipps mit auf den Weg.

Wie es weitergeht mit den Vorbereitungen, wie das große Service der Principessa II abläuft und welche Verzweiflungsmoment das Probepacken in die T-Bag von Sea n Sand trotz 28l auslöst, das lest ihr im nächsten Blog.

Bis dahin, bleibt frech, wild und wunderbar!

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19 comments

      1. Danke vielmals. Ich werde good vibes brauchen, denn je näher die Abreise kommt, umso mehr bin ich über meinen Mut erstaunt 🙂

    1. Danke, dass Du meine Hilflosigkeit in dieser Materie langsam in Richtung Grundverständnis führst. Willst nicht mitfahren :-)!

  1. Diese Art des Reisens ist die beste und all das digitale Zeugs (Booking.com,etc) erleichtert so vieles. Schön auch, dass Principessa II ohne Topcase auskommt!!!!! Ein Teil innerhalb der Kunst des Reisens besteht auch im Reduzieren allen Ballasts.

    Deinen Blog verfolge ich mit Neugier, Spannung und Freude. Eine gute Idee, dies abseits Facebooks zu dokumentieren.

    Gute Fahrt!
    Guido

    1. Vielen Dank Guido! Ist auch für mich das erste Mal, dass ich so reduziert auf Reisen gehe.Bin selber schon sehr gespannt.

  2. Als alter Booking.com Fan ein kleiner Tipp. Am PC gibt es, etwas versteckt, das feature, daß man sich die Buchung mit allen Details in den Kalender kopieren kann. Seither wird nicht mehr ausgedruckt. Und man hat eine schnelle bequeme Übersicht über die Abfolge der Buchungen. GUTE FAHRT!

  3. Der Blog ist jetzt schon sehr nett und leicht lesbar aufgebaut. Ich werde dich sicher immer auf deinen Reisen begleiten 🙂

  4. Es wird sicherlich eine spannende Tour, die ich sehr gerne mitverfolge.
    Viele tolle Stunden, Abenteuer und Glücksgefühle wünsche ich dir!

  5. Das Leben ist schön und aufregend, wenn Frau es wagt, die Komfortzone zu verlassen. Durch diesen Blog sind Ihre Aufregung und das Reisefieber gut zu spüren. Ich freue mich auf weitere Einträge und hoffe auf eine regenarme Zeit während der großen Fahrt!

  6. Vielen Dank dass wir daran teilhaben dürfen. Schon jetzt im Vorfeld ist es sehr interessant, informativ, spannend und macht neugierig, …
    Ich bin der Typ der Vorfreude exzessiv zelebrieren kann. Daher viel Freude im Endspurt der Vorbereitungen und Planung.

    Schon jetzt: Gute Fahrt und eine unvergessliche Zeit!
    Alles Liebe,
    Andrea

  7. Also ich finde deinen Mut diese Reise allein zu machen einfach wunderbar. Aber sicher bist du durch deinen Beruf , deine italienische Sprachsicherheit und deine Lust aufs Reisen schon mit den besten Zutaten für dieses Projekt ausgestattet. Dass du mit diesem Blog uns Normalos da mitnimmst, find ich einfach toll. Es wird sicher spannend, aufregend und sehr interessant und wenn es dann noch mit schönen Bildern unterlegt ist, fehlt nur mehr italienische Musica. Da ich auch seit meiner Kindheit ein Italo-Fan bin freu ich mich sehr auf die nächste Nachricht.
    Pass gut auf dich auf, aber als Ärztin hast du ja auch da großen Vorteil. Ich könnte mir vorstellen, dass daraus ein spannendes Buch wird, ein Reiseratgeber der besonderen Art für Vespa fahrerInnen.
    Bis dann!

  8. Super Andrea! Ich freu mich mit dir und werde dich begleiten. Für mich waren die Motorradreisen immer die besten und erinnerungswürdigen. Auch wenn es geregnet hat, kalt war und die Straßen immer schlechter wurden, mitunter hat man gehadert mit allem, aber schließlich waren es das Abenteuer, das Erlebnis und auch die Grenzerfahrungen, die in Erinnerung geblieben sind.
    Auf a guate Tour 👍

  9. Du machst auch Deine Reisevorbereitungen professionell as ever und ich freue mich schon auf die Berichte selbst. Und einmal werde ich Dich besuchen kommen und Dich einen Tag mit meinem Bike begleiten – wenn ich darf (einen gemeinsamen Tagesausflug haben eir ja schon letztes Jahr vereinbart 🙂)

    1. Lieber Erwin!
      Danke für Dein Kompliment und ja, ich denke besser genau geplant, als dann Probleme haben. Ich freu mich auf einen gemeinsamen Ausflug. Du musst halt langsam fahren :-). Dein Motorrad ist in jedem Fall schneller, als meine Principessa!
      Lg Andrea

  10. Ich bin schon gespannt auf die Reiseberichte – habe mir letztes Jahr ein GTS300 zugelegt aber weiter als Mariazell bin ich bisher nicht gekommen… Vielleicht ändert sich das aber und Mehrtagestouren werden Realität..
    Alles Gute jedenfalls und eine Traumhafte Reise!

  11. Hallo Andrea,

    bin gerade durch das Video vom Reinhard Prasch auf dich aufmerksam geworden. Sehr schöne Seite – gefällt mir sehr gut.
    Um die Reise beneide ich dich sehr. Ich habe 2019 (damals allerdings mit meinem Motorrad, nicht mit meiner GTS) eine große Reise gemacht (Italien, Griechenland, Albanien, Kroatien..). Das schönste für mich jedoch war nicht so verplant an den Start zu gehen. Ich habe mir meine Unterkünfte immer taggleich gebucht. So konnte ich, wenn es mir wo gefiel, einfach einen Tag anhängen. 🙂

    Ich wünsche dir jedenfalls eine tolle Reise und freue mich auf deine Eindrücke.

    Lg aus Kärnten,
    Daniel

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